Burg Lahneck in Lahnstein

Zur Geschichte
Burg Lahneck steht im Stadtteil Oberlahnstein der Stadt Lahnstein an Rhein und Lahn gegenüber Schloss Stolzenfels. Sie ist auf einem steil hervorspringenden Felsen an der Lahnmündung gelegen und weist im Grundriss eine Symmetrie auf (längliches Rechteck), die typisch für die späten Burgen der Stauferzeit ist. Der fünfeckige Grundriss des Bergfrieds (Höhe ca. 29 m) ist im Burgenbau selten. Die spitze Seite war gegen Richtung Süden, der schwächsten Seite der Burg, gerichtet. Man ging davon aus, dass vom sogenannten Streitacker abgeschossene Steinkugeln an der Spitze eher abprallten, anstatt auf einer ebenen Fläche Beschädigungen zu verursachen.
Seit 2002 ist die Burg Lahneck Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal, des Weiteren ist sie ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention.
Seit 1226 erbaute der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Siegfried III. von Eppstein Burg Lahneck zum Schutz seines Gebietes an der Lahnmündung, wo der Ort Lahnstein und die Silbermine 1220 an Kurmainz gekommen waren.
1245 wurde die Burgkapelle erbaut. Im gleichen Jahr wurde auch erstmals ein Burggraf erwähnt.
1298 war König Adolf von Nassau Gast auf der Burg, kurz bevor er in der Schlacht bei Göllheim im Kampf gegen König Albrecht I. von Österreich fiel. Um ihn zu rächen, beteiligte sich der Lahnecker Burggraf Friedrich Schilling von Lahnstein an der Verschwörung gegen König Albrecht I. Er wurde 1309 nach der Erstürmung der Burg hingerichtet.
1332 gewährte Papst Johannes XXII. für die Teilnahme am Gottesdienst in der Sankt Ulrich geweihten Burgkapelle einen Ablass von 40 Tagen. Eine Kopie des Ablassbriefes ist in der Kapelle zu sehen, das Original befindet sich im Stadtarchiv von Lahnstein.
Am 15. Juli 1338 nahm der Mainzer Kurfürst und Erzbischof Heinrich III. von Virneburg von Burg Lahneck aus an der Versammlung der Kurfürsten in Rhens teil, die dann zum Kurverein zu Rhense führte.
Am 20. August 1400 wurde König Wenzel von den vier auf Burg Lahneck tagenden rheinischen Kurfürsten – den Erzbischöfen von Mainz, Trier und Köln und dem Pfalzgrafen bei Rhein – für abgesetzt erklärt. Als Gast des Mainzer Erzbischofs Johann II. von Nassau weilte Friedrich V., Burggraf von Nürnberg, unter vielen Abgesandten der Städte auf der Burg. Am folgenden Tag wurde Ruprecht von der Pfalz auf dem Königsstuhl zu Rhens von den gleichen Kurfürsten, d.h. also mit seiner eigenen Stimme, zum Deutschen König gewählt.
Um 1436 wurde von Erzbischof Diether II. von Isenburg ein zweiter Mauerring mit Zwinger zur Angriffsseite vorgelagert.
1632 und 1636, während des Dreißigjährigen Krieges richteten schwedische und kaiserliche Truppen die Burg “ziemblicher mahsen” zu, und die Burg verlor danach an Bedeutung. 1688 schossen französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg die letzten Dächer in Brand.
Auf seiner Lahnreise am 18. Juli 1774 dichtete Johann Wolfgang von Goethe im Anblick der Burg Lahneck den „Geistesgruß“.
Im Zuge der von Napoleon Bonaparte betriebenen Säkularisierung der geistlichen Fürstentümer kam Burg Lahneck 1803 an Peter Ernst von Lassaulx.
Seit 1851 erfolgte ein neugotischer Ausbau durch den schottischen Eisenbahnunternehmer Edward A. Moriarty und Gustav Göde. Aus dieser Zeit stammt ein Gemälde der Königin Victoria.
1878 erwarb Graf Ewald von Kleist-Wendisch-Tychow die Burg für seine Frau Anna geb. Freiin von Kleist, die dort 1892 verstarb. 1909 (lt. Homepage der Burg) erwarb Robert Mischke, Vizeadmiral der kaiserlichen Marine, die Burg, die seitdem im Besitz seiner Familie, der Erbengemeinschaft Mischke/von Preuschen ist. 1936-38 wurden die romantisierenden Zinnenkränze und Flachdächer entfernt und teilweise durch Spitzdächer ersetzt. Seit den 1930er Jahren ist die Burg zu besichtigen. Die Wohnräume im 1.Obergeschoss sind zeitweise noch bewohnt.
Die Burganlage ist ein anschauliches Beispiel für die Entwicklung eines Wehrbaus zur Wohnburg.
Quelle:
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Oben: der Eingang zur Burg.


Oben: eine Pechnase.

Oben: im Innenhof der Burg.

Oben: Eingang zur Burgkapelle.

Oben: eine Kriegskasse.

Oben: Gemälde von Königin Victoria (Vereinigtes Königreich).

Oben: ein Fensterbild mit Burg Hohenzollern.
Allgemeine Infos
| Zugänglich? |
Nur mit Führung.
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| Parken? |
Parken an der Burg möglich.
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Weblinks
Offizielle Webseite Burg Lahneck
Lageplan per Google Maps:

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